Top 5 Backup-Tauchlampen 2026

Eine Backuplampe ist keine zweite Lampe für den Fall der Fälle, sondern die Lampe, mit der ein Tauchgang endet, wenn die erste ausfällt. Wie viel sie können muss, hängt davon ab, was passiert, wenn das Licht ausgeht: Wer im Freiwasser bei Tag taucht, braucht wenig. Wer in einem Wrack, einer Höhle oder nachts im See unterwegs ist, braucht eine Lampe, die den ganzen restlichen Tauchgang trägt.

Diese fünf decken beide Enden ab – von 43 bis 160 Euro.

Vorbemerkung: Von den fünf Lampen habe ich die Wurkkos DL40 selbst getaucht; sie ist seit drei Jahren meine eigene Backuplampe und liegt meist im Equipment-Koffer. Dazu kenne ich die Wurkkos DL30 aus eigener Praxis — sie geht am heimischen See als zweite Lampe mit. Bei den übrigen drei stammen alle Zahlen vom Hersteller, sind von mir nicht nachgemessen und ausdrücklich als Herstellerangaben gekennzeichnet. Was ich beitragen kann, ist die Einordnung: was diese Zahlen unter Wasser bedeuten.

Kurz gesagt
Wer nur eine Notlampe für den Aufstieg braucht, ist mit der Sofirn SD06 für unter 45 Euro versorgt. Wer eine zweite Lampe will, die die erste im Ernstfall vollwertig ersetzt – Wrack, Höhle, Technik –, kommt an der OrcaTorch D710 kaum vorbei: 6-Grad-Spot, zwei Akkus im Karton, laut Hersteller 7 Stunden 40 auf der kleinsten Stufe. Dazwischen liegt die Wurkkos DL40, die ich selbst benutze.

Warum überhaupt eine zweite Lampe?

Weil eine Tauchlampe ein Gerät mit Dichtungen, Akku und Elektronik ist, das man in kaltes Salzwasser mitnimmt. Sie fällt selten aus – aber wenn, dann in dem Moment, in dem man sie braucht. Bei Nacht-, Wrack- und Höhlentauchgängen ist die zweite Lampe deshalb kein Zubehör, sondern Ausrüstungsbestandteil, und technische Taucher führen in der Regel gleich zwei mit.

Drei Dinge entscheiden über die Eignung als Backup, und die Lumenzahl ist nur eines davon:

  • Brenndauer. Sie muss den Rest des Tauchgangs tragen, inklusive Aufstieg und eventueller Dekostufen – nicht zwanzig Minuten.
  • Bedienbarkeit mit Handschuhen und einer Hand. Im Ernstfall ist die andere Hand beschäftigt.
  • Unabhängigkeit. Eigener Akku, eigenes Gehäuse, keine gemeinsame Fehlerquelle mit der Hauptlampe.

Die fünf im Überblick

Alle Angaben sind Herstellerangaben, erhoben am 28.08.2026. Preise ändern sich täglich – die Produktboxen zeigen den aktuellen Stand.

Modell Lumen Strahl Brenndauer Tiefe Preis
OrcaTorch D710 3.000 1:40 / 3:40 / 7:40 h 150 m 159,95 €
Wurkkos DL40 5.000 keine Angabe 3,4 / 9 / 28 h 150 m 65,99 €
OrcaTorch D530 1.500 über 3 h 150 m 87,00 €
Wurkkos DL30 3.600 keine Angabe keine Angabe keine Angabe 49,99 €
Sofirn SD06 3.200 bis 12 h 100 m 42,99 €

1. OrcaTorch D710 – das Backup, das auch Hauptlampe kann

Die D710 ist die Lampe für alle, deren Backup im Ernstfall mehr leisten muss, als den Weg nach oben zu zeigen. 3.000 Lumen in einem 6-Grad-Strahl, laut Hersteller 262 Meter Reichweite – und Brenndauern von 1 Stunde 40 auf der hellsten bis 7 Stunden 40 auf der kleinsten Stufe.

Diese Kombination ist der eigentliche Punkt. Eine Lampe, die stundenlang durchhält und trotzdem genug Licht für einen konzentrierten Strahl hat, ersetzt am D-Ring des Schultergurts die ausgefallene Hauptlampe vollwertig – gerade dann, wenn diese eine Tanklampe mit Akku am Rücken ist und der Ausfall am Kabel liegt. Dazu kommen zwei 21700-Akkus mit je 5.000 mAh im Lieferumfang, ein seitlicher Schalter mit Ladestandsanzeige und eine Tastensperre gegen versehentliches Einschalten im Gepäck.

Für Video und Foto ist sie dagegen die falsche Lampe: Ein 6-Grad-Spot erzeugt im Bild einen hellen Kreis mit dunklem Rand. Alle Einzelheiten stehen im ausführlichen Beitrag zur OrcaTorch D710.

ORCATORCH D710 Tauchlampe 3000 Lumen mit...*
  • Es werden keine separaten Lithium-Batterien einzeln mit dem Produkt verkauft.
  • Max. 3000 Lumen Tauchlampe - ORCATORCH D710 ist eine kompakte und helle Tauchlampe, die für Sporttauchen, technisches Tauchen, Höhlentauchen und...
  • Einfache Bedienung - Der D710 besteht aus hochwertigem Aluminiumlegierungsmaterial, ist korrosionsbeständig, leicht und bietet Ihnen einen bequemen...

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2. Wurkkos DL40 – die, die ich selbst benutze

Die DL40 ist seit drei Jahren meine eigene Backuplampe im See und die Lampe, die wegen ihres geringeren Gewichts mit in den Urlaub kommt. In dieser Zeit hatte ich keine Korrosion und keine Probleme an der Ladebuchse, und sie lässt sich mit dicken Handschuhen sehr gut bedienen – bei mir durch Drehen. Das ist der Punkt, an dem sich Backuplampen im Alltag entscheiden: Eine Lampe, die man mit klammen Fingern nicht sauber schaltet, taugt im Ernstfall nichts. Im heimischen Baggersee kommen zum Handschuhthema noch der Akku bei vier Grad und die Verständigung per Lichtzeichen im trüben Wasser dazu: Tauchlampe für Baggersee und Kaltwasser.

Der Hersteller gibt 5.000 Lumen aus vier LH351D-LEDs mit CRI 90 an, dazu Laufzeiten von 3,4 Stunden auf High, 9 Stunden auf Medium und 28 Stunden auf Low sowie IPX8 bis 150 Meter. Nachgemessen habe ich das nicht.

Für den Preis ist das ein außergewöhnliches Verhältnis aus Leistung und Brenndauer – und deshalb steht sie hier vor der teureren D530.

Alle Einzelheiten im Beitrag zur Wurkkos DL40.

Wurkkos DL40 5000lm Tauchlampe, 150m IPX...*
  • Kompakte, extrem helle Tauchlampe – 5000 Lumen High CRI Licht Trotz ihrer hohen Leistung bleibt die DL40 kompakt gebaut und liegt angenehm in der...
  • Einfacher und sicherer Magnetschalter Der seitliche Magnetschalter ermöglicht eine präzise und zuverlässige Bedienung – auch mit Handschuhen...
  • Stabiles, aber ausbalanciertes Design Gefertigt aus eloxiertem Aluminium (AL-6061-T6), bietet die DL40 hohe Beständigkeit gegen Kratzer und Korrosion...

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3. OrcaTorch D530 – der kompakte Klassiker

Amazon führt die D530 ausdrücklich als Backup-Tauchlampe, und das trifft es: 1.500 Lumen in einem 7-Grad-Spot, laut Hersteller über drei Stunden Brenndauer, 150 Meter Tiefe, drei Modi einschließlich Blinklicht und eine Tastensperre. Sie ist klein, leicht und liegt an der Jacket-Schlaufe kaum im Weg.

Ein Punkt vor dem Kauf: Der Hersteller weist ausdrücklich darauf hin, dass keine Lithium-Batterien mitgeliefert werden. Wer die Lampe bestellt und am Abend tauchen will, steht ohne Akku da – das ist keine Nachlässigkeit, sondern eine Folge der Versandvorschriften für Lithium-Zellen, betrifft einen aber trotzdem.

Warum ein enger Spot im trüben Wasser mehr zeigt als ein breiter Kegel, steht im Beitrag zur OrcaTorch D530.

4. Wurkkos DL30 – die helle Budget-Wahl

3.600 Lumen aus drei LEDs für unter 50 Euro, laut Hersteller 220 Meter Reichweite, neutralweiße 5.000 K mit CRI 90 – für die Farbwiedergabe unter Wasser ist der hohe CRI-Wert interessanter als die Lumenzahl. Bedient wird sie über einen Magnetring, der sich einhändig auch unter Wasser drehen lässt, mit drei Leuchtstufen. Gehäuse aus 6061-Aluminium, IPX8.

Was der Hersteller nicht angibt: die Brenndauer und die maximale Tiefe. Beides sind für eine Backuplampe die entscheidenden Zahlen, und beide fehlen. Wer die Lampe als Notlicht einplant, sollte die Laufzeit deshalb selbst einmal in der Badewanne stoppen, bevor er sich im Wasser darauf verlässt.

Mehr dazu im Beitrag zur Wurkkos DL30.

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5. Sofirn SD06 – der günstige Einstieg

Für unter 45 Euro bekommt man hier 3.200 Lumen in einem 8-Grad-Strahl, laut Hersteller 472 Meter Reichweite, 100 Meter Tiefe, Laden über USB-C und bis zu zwölf Stunden Laufzeit. Das ist als reines Notlicht mehr als ausreichend, und der enge Strahl ist für ein Gerät dieser Preisklasse ungewöhnlich.

Die 100 Meter Tiefe sind der einzige Punkt, an dem die SD06 hinter den anderen zurückbleibt – für Sporttauchen ohne Bedeutung, für technische Tauchgänge unter Umständen schon.

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Wie viele Backups, und wohin damit?

Für Nachttauchgänge im Freiwasser genügt eine zweite Lampe. Bei Tauchgängen mit Überdeckung – Wrack, Höhle, Eis – sind zwei Backups die Regel, montiert an beiden Schultergurten.

Entscheidend ist die Position: an einem D-Ring am Schultergurt, gesichert und mit einer Hand ohne Hinsehen erreichbar. Eine Lampe in der Beintasche des Jackets ist im Dunkeln keine Backuplampe, sondern Ballast. Und: vor jedem Tauchgang einschalten und prüfen, wie jedes andere Ausrüstungsteil auch.

Was in keiner Herstellerangabe steht

  • Auf welcher Stufe die angegebene Brenndauer gilt und wie schnell die Lampe vorher abregelt. Bei mehreren dieser Modelle steht nur eine Zahlenreihe ohne Zuordnung.
  • Wie sich die Lampe in kaltem Wasser verhält. Kälte ist für Lithium-Akkus die härtere Prüfung als Tiefe. Bei meiner eigenen Lampe – der Wurkkos DL70 als Hauptlampe – hält der Akku auch bei vier bis fünf Grad einen ganzen Tauchgang; ob das für jede der fünf hier gilt, weiß ich nicht.
  • Der Abstrahlwinkel fehlt bei den beiden Wurkkos-Modellen ganz – dabei entscheidet er unter Wasser oft mehr als die Lumenzahl. Warum, steht in Tauchlampe: Wie viel Lumen brauche ich?

Fazit: welche passt zu dir?

Du brauchst … Deine Lampe ist
ein Backup, das die Hauptlampe vollwertig ersetzt OrcaTorch D710
viel Licht und lange Laufzeit zum fairen Preis Wurkkos DL40
klein, leicht, enger Spot zum Zeigen OrcaTorch D530
maximale Helligkeit fürs kleine Geld Wurkkos DL30
ein solides Notlicht unter 45 Euro Sofirn SD06

Häufige Fragen

Reicht eine Taschenlampe als Backup?

Nein. Eine Taucherlampe ist für den Betrieb unter Druck ausgelegt und hat Dichtungen, die dafür gebaut sind. Eine handelsübliche Taschenlampe hält vielleicht Spritzwasser aus, aber keine 30 Meter Wassersäule.

Muss das Backup so hell sein wie die Hauptlampe?

Nicht unbedingt – aber es muss lange genug durchhalten. Für einen Tauchgang im Freiwasser genügt eine kleine Lampe. Sobald über einem eine Decke ist, aus der man nicht direkt aufsteigen kann, sollte das Backup die Hauptlampe ersetzen können.

Wie oft sollte ich das Backup prüfen?

Vor jedem Tauchgang kurz einschalten, und nach jeder Saison die O-Ringe ansehen und fetten. Eine Lampe, die ein Jahr ungenutzt in der Tasche lag, ist keine geprüfte Lampe.

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